Wissen

 

In dieser Rubrik möchten wir dir Kompliziertes einfach erklären. 

mehr über:

Paraffin

Glycerin

Kaltpressen

Warmpressen

Was du wissen solltest

 

Paraffin:

Paraffin gewinnt man bei der Destillation von Erdöl und wird hauptsächlich bei Motoren und technischen Geräten eingesetzt.

Doch Paraffin hat Eigenschaften, welche sehr gerne in der Kosmetik- Arzneimittel- und Nahrungsmittelindustrie gesehen werden.

Es ist ein interessantes Produkt, weil es farb-, geschmacklos ist, günstiger als pflanzliche Fette und Öle, sehr lange haltbar und sich zudem besonders gut mit anderen Fetten und Wachsen kombinieren lässt.

Ein Produkt enthält Paraffin, wenn folgende Inhaltsstoffe aufgelistet sind:

 

  • Paraffinum liquidum

  • Petroleum

  • Petrolatum

  • Isoparaffin

  • Ceresin

  • Vaseline

  • etc.

Hier kannst du alle alternativen Bezeichnungen für Paraffin finden.

 

Wieso sollte man dann Produkte mit Paraffin vermeiden?

Paraffin bildet einen feinen Film auf der Haut, welcher dir ein sehr angenehmes und weiches Hautgefühl gibt. Das Öl hat aber keinen Pflegeeffekt und wird deine Haut langfristig austrocknen. Die Poren werden verschlossen, deine Haut kann nicht mehr atmen und der ganze Stoffwechsel wird gestört. Trocknet deine Haut aus, kommt es vermehrt zur Faltenbildung.

Wollen wir dies nicht verhindern…?

 

Der Umweltgedanke:

Paraffin wird beim Duschen oder Baden ins Abwasser gelangen, da es von unserer Haut nicht eingezogen wird. Leider sind sie heute schon überall in unserer Nahrung und Trinkwasser nachweisbar. Die Moleküle können nur sehr schwer aus dem Wasserkreislauf beseitigt werden und sind biologisch nicht abbaubar. Ein weiterer Grund auf Paraffin zu verzichten, denn wer will schon «Erdöl» trinken.

Glycerin:

 

Glycerin ist geruchloser, farbloser, süsslich schmeckender Zuckeralkohol, welcher unter anderem bei der Verseifung von Fetten und Ölen entsteht. Glycerin findest du ausserdem unter den Bezeichnungen Glyzerin, Glycerol und in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff E422. In diesem Abschnitt wollen wir uns hauptsächlich auf die Kosmetikbranche fokussieren.

 

Aus folgenden Quellen wird Glycerin gewonnen:

 

  • Aus tierischen Erzeugnissen.

  • Biodiesel

  • Kokosöl

  • Palmöl

  • Erdöl

In der Kosmetikindustrie wird Glycerin hauptsächlich wegen seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft genutzt. Folgende positive Eigenschaften bietet Glycerin bei Haut und Haar.

  • hilft bei trockener, rissiger und juckender Haut

  • legt einen öligen Schutzfilm auf die Haut, welcher das Austreten von Feuchtigkeit verhindern soll.

  • die Haut wirkt glatt, gesund und elastisch.

Nun hört sich dies alles sehr gut und es scheint nichts gegen Glycerin zu sprechen.

Wie oben erwähnt, hat Glycerin eine feuchtigkeitsspendende Eigenschaft, welche zu den erwähnten Ergebnissen führt.

Doch von wo hat das Glycerin diese Feuchtigkeit?

Glycerin bindet Feuchtigkeit. Es gibt 3 Quellen, aus welchen Glycerin die Feuchtigkeit hernehmen kann.

  • aus der Umgebungsluft (Luftfeuchtigkeit)

  • von den Inhaltsstoffen des Produkts

  • in der Haut gespeichertes Wasser

Nun ist es so, dass das Glycerin bei trockener Luft nicht genügend Feuchtigkeit hat. Die Feuchtigkeit aus der Zusammensetzung des Produktes ist genau definiert. Diese ändert sich im Produkt selbst nie.

Also bleibt dem Glycerin nur noch die Möglichkeit dir die Feuchtigkeit aus den unteren Hautschichten zu ziehen, wobei deine Haut ihre ganze Spannkraft verliert. Deine Haut bleibt äusserlich zwar weich, aber in den unteren Schichten trocknet sie aus.

Bei Produkten mit Glycerin ist folgendes wichtig:

  • es muss ausreichend Feuchtigkeit im Produkt enthalten sein.

  • Glycerin darf nur zu einem kleinen Anteil enthalten sein.

Also schau unbedingt darauf, dass Glycerin nicht schon an den ersten Stellen der Inhaltsstoffliste steht.

Kaltpressen

Beim Kaltpressen wird Öl in einem einzigen Arbeitsgang ausgepresst. Dabei werden die Ausgangsstoffe, je nach Grösse zerkleinert oder ganz, in einer Spindelpresse oder Schneckenpresse zum Öl verarbeitet. Kaltpressung bedeutet jedoch nicht, dass keine höheren Temperaturen erreicht werden. Z.B. sind bei Sojaöl und Maisöl Temperaturen von bis zu 75°C möglich, für hochwertiges Öl sollten die Temperaturen 45°C nicht überschreiten.

Beim Kürbiskernöl und Arganöl werden zum Teil die Samen vor der Pressung geröstet, damit die charakteristischen Aromastoffe entstehen, wodurch aber dem Öl die «Natürlichkeit» verloren geht.

Unser Arganöl ist aus nicht gerösteten Samen hergestellt, damit die volle Wirkung für Haut und Haar nicht verloren geht.

Warmpressen

Beim Warmpressen werden die Ausgangsstoffe unter Wärmezufuhr gepresst, wobei Temperaturen von über 100°C entstehen. Dadurch lässt sich die Ausbeute erhöhen, jedoch werden durch die Temperatur wichtige Inhaltsstoffe zerstört. Nach dem Pressen werden die Öle raffiniert, um gesundheitsschädliche und geschmacksbeeinträchtigende Inhaltsstoffe zu entfernen, wodurch das Öl fast geruchsfrei und geschmacksneutral und die Haltbarkeit verlängert wird.

Heute werden die Öle anstelle von Heisspressen hauptsächlich durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln durchgeführt, wodurch die Ausbeute zusätzlich erhöht werden kann. Die Lösungsmittel werden danach durch erhitzen wieder entfernt. Wie beim Heisspressen wird auch hier das Öl noch raffiniert.